Wollen wir DAS wirklich?

 

Wollen wir riesige Logistikhallen vor unserer Nase? Wollen wir den LKW Verkehr 7 Tage die Woche rund um die Uhr? Wollen wir uns abspeisen lassen mit einem Wanderweg rund um das Logistikzentrum? Wollen wir Kaffee trinken mit Blick auf die Hallen?

 

 

Wo sind die Stimmen der Bürger aus Emmerzhausen? Bei der Infoveranstaltung in Daaden war die Sache klar für das Konzept 1 ausgegangen. Ja, bei der Bürgerversammlung in Emmerzhaussen haben wir abgestimmt und ja, die Fa. Revikon hat sich besser verkauft, aber gewinnt derjenige, der besser reden kann? Wo sind die Stimmen der umliegenden Gemeinden, die ebenfalls vom LKW Verkehr betroffen wären? Ab 01.07.18 gilt LKW Maut auf Bundesstraßen. Was liegt näher als z.B. den Weg durch das Daadetal zu nehmen? Und wir reden hier von 300-400 LKW pro Tag, lt. Ansiedlungshandbuch Logisik NRW. Ja, die Fa. Revikon sprach von einem Leitsystem zur B54, aber dann kann weder den LKW Fahrern, noch den Fahrern der Kleintransporter, irgendjemand vorschreiben wie sie weiterfahren sollen. Wo sollen die bis zu 1000 Arbeitnehmer, lt. Revikon, herkommen, wenn hiesige Unternehmen schon Probleme haben ihre Stellen zu besetzen? Wo sind die Einzelhändler und Gewerbetreibenden, die vom Bürgerkonzept profitieren werden? Angefangen vom Sägewerk, Stahlbau, Klempner, Elektriker, über Lebensmittellieferanten, bis zum Fahrradverleih. Wo die Unternehmen, die schon jetzt Mühe haben ihre Stellen zu besetzen? Wo die Vereine, die das Bürgerkonzept nutzen könnten? Wo die Eltern deren Kinder dort erleben und lernen könnten, deren Schulweg aber mit zunehmendem Verkehr gefährlicher wird?

 

 

Es stehen nun mal nur drei Optionen für das Lager Stegskopf zur Auswahl:

 

Abriss und Logistikzentrum, Erhalt und Bürgerkonzept 1 Sport, Gesundheit, Erholung oder

 

Abriss und Eingliederung in das DBU Gelände.

 

Bei Variante eins und drei wäre das Lager in seinem jetzigem Zustand für immer verloren und bei der Logistik-Lösung hätte die Ortsgemeinde Emmerzhausen keinerlei Einfluss darauf, welche Unternehmen sich in welcher Größenordnung dort zukünftig ansiedeln werden.

 

Sandra Weeser, Bundestagsabgeordnete der FDP, schreibt auf Ihrer Homepage „….Ich finde es gut, dass Emmerzhausen mit diesem Beschluss (vom Erstzugriffsrecht gebraucht zu machen) das Heft des Handelns selbst in die Hand genommen hat…. „ Beim Bürgerkonzept soll das auch weiterhin gewährleistet werden. Hier wurde von Beginn an bedacht, dass die Ortsgemeinde Emmerzhausen durch die Mitgliedschaft in einer zu gründenden Gesellschaft , ohne finanzielle Einlagen, an der künftigen Entwicklung des Konzeptes dauerhaft beteiligt bleiben wird.

 

 

Wir bitten jeden Einzelnen aber auch Gemeinden, Vereine, Einzelhändler und Gewerbetreibende, Gastronomen und Hoteliers, Betreiber von Ferienwohnungen, schreibt eine Stellungnahme, direkt an die Ortsgemeinde oder in unserm Blog unter www.ig-stegskopf.de, diese werden wir dann gesammelt an die Ortsgemeinde weiterleiten. Es geht uns Alle an!!!

 

So könnte der Blick von der Skihütte Emmerzhausen in Zukunft aussehen!

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Kommentare: 2
  • #1

    Birgit und Jürgen Schmidt (Dienstag, 03 Juli 2018 21:53)

    Nein, DAS wollen wir ganz bestimmt nicht!!! Jahrzehntelang haben wir gejammert und bedauert dass der Stegskopf Sperrgebiet ist. Wir haben neidisch auf unsere Vorfahren geschaut die von Siegfried Koch, der Siegfriedhütte und der wunderschönen Gegend schwärmten. Nun besteht die Möglichkeit auf dem Stegskopf ein naturnahes und bürgerfreundliches Zentrum einzurichten. Diese Gelegenheit darf sich die Gemeinde Emmerzhausen nicht nehmen lassen! Lange genug haben sich die Anrainergemeinden wohl oder übel der Politik untergeordnet und sich mit den Einschränkungen arrangiert. Jetzt ist es an der Zeit die Weichen zu Gunsten der Umwelt und der Bevölkerung zu stellen. Euer Konzept ist umweltverträglich, bürgerfreundlich, hat einen gut aufgestellten Investor und zeigt ein sehr ansprechendes Freizeitzentrum, welches auch den Tourismus ankurbelt. Wer braucht da eine Firma Revikon, wo keiner weiss wer dort mal Steuern zahlt und was tatsächlich im ehemaligen Lagergelände passieren wird oder auch nicht..... und die Emmerzhäuser werden dann auch keinerlei Einfluss mehr haben! Nein danke - dass braucht und will keiner! Ich hoffe mit euch, dass der Rat sich besinnt und die Volksvertreter sich für euer Konzept entscheiden.

  • #2

    Katrin Weber-Domaschky (Mittwoch, 04 Juli 2018 12:51)

    Nein, das wollen wir auf keinen Fall!!! Immer wieder bin ich mit dem Fahrrad dort oben unterwegs und zeige auch Freunden und Verwandten unser schönes Gebiet, mal abgesehen von meinen Kindern, die es dort oben lieben. Was soll ich ihnen erklären, wenn dort oben Lagerhallen gebaut werden? Wer hat schon das Glück, so eine schöne, faszinierende Landschaft zu haben. Und das müssen wir uns nicht kaputt machen lassen. Was könnte man dort alles machen... Tolle Mountainbiketouren anbieten zum Beispiel, Kinder und Jugendliche wieder mit der Natur verbinden. Ich hoffe, noch viele von uns werden dafür kämpfen �.